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SUMMARY:Bildungspolitische Regionalföderation Berlin-Brandenburg
DESCRIPTION:Ablauf­plan \n\nVor­stel­lungs­rund\nKur­ze Einführung\nThe­amti­sche Schwerpunkte/ Poli­ti­sche Analyse\nAuf­ruf­be­spre­chung\nPoli­ti­sche Praxis\nggf. Kam­pa­gnen-Pla­nung\nZeit­plan\nArbeits­grup­pen\n\nVideo-Kon­fe­renz: https://meet.jit.si/Bildungskrise \nKon­kre­ter Hintergrund \nWir beob­ach­ten seit mehe­ren Jahr­zehn­ten eine Öko­no­mi­sie­rung aller Lebens­be­rei­chen. Davon ist auch das Bil­dungs­sys­tem mas­siv betrof­fen. Ver­wett­be­werb­li­chung\, Spar­po­li­tik\, neue Kon­troll­me­cha­nis­men ver­än­dern die Bedin­gun­gen von Bil­dung so stark\, dass der Begriff inzwi­schen unpas­send erscheint. Am wei­tes­ten ist die­ser Pro­zess an den dritt­mit­tel­star­ken Hoch­schu­len fort­ge­schrit­ten. Die Hoch­schul­ge­set­zes­no­vel­le stellt einen neu­en Eck­stein auf die­sem Weg dar. Doch auch ande­re Bil­dungs­be­rei­che wie Schu­le\, KiTa und infor­mel­le Bil­dungs­ar­beit sind von der neo­li­be­ra­len Poli­tik betroffen. \nDer spe­zi­el­le Hin­ter­grund für das Tref­fen sind die Kon­se­quen­zen\, die die Pan­de­mie für das (for­mel­le und infor­mel­le) Bil­dungs­we­sen hat. Die aktu­el­le Kri­se ver­schärft die Defi­zi­te in der deut­schen Bil­dungs- und Jugend­po­li­tik. Die unzu­rei­chen­de finan­zi­el­le Aus­stat­tung erschwert eine gute Betreu­ung und den Auf­bau einer daten­si­che­ren Infra­struk­tur. In der Fol­ge ver­tie­fen sich sozia­le Ungleich­hei­ten. Ins­be­son­de­re jün­ge­re Men­schen lei­den psy­chisch unter der sozia­len Iso­la­ti­on. Alle Pro­ble­me auf­zu­zäh­len wür­de sicher­lich den Rah­men die­ser Mail spren­gen. Beson­ders erwäh­nens­wert scheint uns jedoch fol­gen­de Sor­ge: Wir pro­gnos­ti­zie­ren\, dass sich die Spar­po­li­tik von Län­dern und Kom­mu­nen in den kom­men­den Jah­ren ver­schär­fen wird\, da auf­grund der Pan­de­mie und der resul­tie­ren­den Wirt­schafts­kri­se Steu­er­ein­nah­men weg­bre­chen. Schon jetzt zeich­net sich ab\, dass von die­sen Ein­spa­run­gen auch Wis­sen­schaft und Bil­dung betrof­fen sind. Wir hal­ten es für grund­sätz­lich falsch an die­ser Stel­le (und zu die­sem Zeit­punkt) zu spa­ren. Selbst unter einer rein wirt­schafts­po­li­ti­schen Per­spek­ti­ve erach­ten wir den Weg\, den eini­ge Nord­deut­sche Län­der nun gehen wol­len als völ­lig ver­fehlt. Statt zukunfts­ori­en­tier­te Infra­struk­tur abzu­bau­en\, soll­ten die struk­tu­rel­le Kri­sen­an­fäl­lig­keit von Wirt­schaft und Bil­dung beho­ben werden. \n  \nDas Bünd­nis \nDie­ser Zusam­men­schluss steht allen offen\, die im Bil­dungs­sys­tem ver­haf­tet sind: Schüler*innen\, Pädagog*innen\, Sekretär*innen\, Wissenschaftler*innen\, Student*innen\, Aus­zu­bil­den­den. Denn wir alle sind betrof­fen von Spar­maß­nah­men und Öko­no­mi­sie­rung. Damit zusam­men­hän­gend hat der Arbeits­druck für alle Betei­lig­ten zuge­nom­men. Für Stu­die­ren­de und Schüler*innen macht sich das ins­be­son­de­re über die Ver­dich­tung von Prü­fun­gen bemerk­bar. Für Leh­ren­de und Ver­wal­tungs­an­ge­stell­te über kür­ze­re Ver­trags­lauf­zei­ten und gerin­ge­ren Lohn. Ins­be­son­de­re Schu­le und Hoch­schu­le sind mit den neo­li­be­ra­len Refor­men der letz­ten Jahr­zehn­te Teil einer auto­ri­tä­ren Wett­be­werbs­ord­nung gewor­den und leis­ten so rech­ten Ten­den­zen Vor­schub. Das macht sich in den Bil­dungs­kon­zep­ten\, in den Arbeits­ver­hält­nis­sen und den Lei­tungs­struk­tu­ren bemerk­bar. In Zei­ten rechts­ra­di­ka­ler Pro­pa­gan­da­er­fol­ge ist es drin­gen­der denn je sich mit dem Zusam­men­hang zwi­schen Sozia­li­sa­ti­on und Ideo­lo­gie­bil­dung zu befas­sen. Es ist mehr denn je an der Zeit sich für ein anti­au­to­ri­tä­res Bil­dungs­we­sen stark zu machen. Ein Bil­dungs­we­sen\, das aus­rei­chend Raum bie­tet für poli­ti­sche Bil­dung und Praxis.
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